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Übersicht - Liebe & Co - Kummerkasten - Ende einer 11 Jahre andauernden Beziehung...
AutorNachricht
Alex76
männlich  41 Jahre
» Extrem Schreiber
39 Beiträge
Verfasst: 17.10.07, 21:16 Uhr


Tjah... Ich will das gerne loswerden und Meinungen hören. Bin mir aber ehrlich gesagt nicht ganz sicher wo ich anfangen soll, oder wie ich das strukturieren sollte. Deshalb möchte ich mich schon mal von vornherein für ein bestimmt vorhandenes Chaos in diesem Beitrag entschuldigen.

Fang mal ganz einfach da an, wo alles begann...

Nach dem Abitur, bei meinem letzten Ferienjob.

Da hab ich also diese junge Frau kennen gelernt, und fand sie auch menschlich sehr interessant. Man hat seine Frühstückspausen miteinander verbracht und viele interessante Gespräche geführt.
Nachdem diser Job dann vorbei war hat man es nach Startschwierigkeiten auch mal geschafft, sich zu treffen, und ganz langsam wuchs daraus etwas ganz tolles.

Die ersten Probleme kamen recht prompt. Ich zur Bundeswehr, sie 500km entfernt in die Ausbildung. Aber mit hohen Telefonrechungen und vielen Briefen hat man auch das überstanden.

Aber, ein erstes Problem hat sich dann schon bald herraus kristallisiert. Ihr Vater hielt ja mal gar nichts von mir, was dann schon bald darin gipfelte, das ich mich jedes Wochenende von neuem auf eine "bist du da unten in Bayern auch treu" diskussion einstellen konnte. Ok, die konnte ich ehrlich führen, da war gar nichts... Zwar Gelegenheiten, aber kein Interesse. Also stabilisierte sich das ganze nach und nach. Dann kam der grosse Schock.. also der erste sozusagen. Eine nicht geplante Schwangerschaft. Daraufhin viele Tränen, aber der Gedanke, das es immer einen grund gegen Kinder geben wird, wenn man lange genug überlegt.

Dumm an der Geschichte war jedoch, das ich (ok, das weiss ich dummerweise erst heute) eigentlich noch nicht reif genug für die Vaterrolle war. Zudem natürlich nur am WE zu Hause. Bei der geburt des Sohnes dabei, sonst aber viel zu oft nicht zu Hause.

Tja, sie wohnte damals (mit 21) noch bei ihren Eltern, also haben wir dort auch unsere Wochenenden verbracht... das ging so ziemlich ein Jahr halbwegs gut. Dann wurde mir, an dem 1 Geburtstag meines Sohnes von ihrem Vater unterstellt, ich würde seine Tochter ja sowieso betrügen und er würde mich in seinem Haus nicht mehr sehen wollen... 24.12.2000...

Dumm an der Geschichte war dann, das von ihr KEINERLEI Reaktion der Missbilligung kam. Es kam wie es kommen musste, wir haben uns nur noch jedes zweite WE für drei bis vier std gesehen. Das da dann an sich kaum noch irgendetwas lief, brauch ich hier glaub ich nicht ausführen. Dumm daran war jedoch, das sich dann nach diversen Monaten wieder mal Gelegenheiten anboten, zu der Zeit in Hamburg... Ich lernte also jemand anderes kennen, und trennte mich zum ersten Mal.

Viele Tränen und Telefonate später, ca zwei Monate hatte ich ihren Versprechungen das sie nichts mehr auf die aussagen ihres vaters geben würde glauben geschenkt. Also Gong frei, die zweite Runde...

Allerdings hat sich nicht wirklich viel geändert...

Sie nahm sich eine eigene Wohnung, aber statt mit mir, mit ihrer besten Freundin... Offizielle Begründung war dann, das ich verschuldet war, und sie damit nicht leben könnte... Meine Reaktion darauf war dann in eine WG mit zwei Guten freunden zu ziehen, und sie nicht allzuoft zu besuchen (ich war da ja eh nicht wirklich erwünscht) was natürlich zu einer weiteren Entfremdung führte. Ein kleiner Seitensprung meinerseits (und ich brauch dazu keinerlei kommentare, das DAS Mist war, weiss ich!!!!!) und ihrem Auszug aus der Wohnung mit ihrer Freundin (die hatte nämlich jetzt nen Freund, das sorgte für Zoff) hab ich mir ne eigene 3 Zimmer Wohnung genommen, und obwohl sie mir den Seitensprung verziehen hat, hatte ich zwar ein grosses Schlafzimmer und ein eingerichtetes Kinderzimmer, aber eine Wohnung für mich alleine.

SIE zog allerdings wieder bei ihren Eltern ein... Danach folgte ein Klopfer auf den anderen. Kindergarten anmeldung in der Nachbarschaft ihrer Eltern, ohne mein wissen (ja, geteiltes Sorgerecht, und gemeinsamer Kindergartenbesuch in meiner Heimatstadt waren vorrausgegangen), ein Hausbau ihrerseits mit finazieller Unterstützung ihrer Eltern (und dem versprechen von ihr, das ICH da nie mit einziehe).

Besuch hatte ich an sich nur, wenn sie mal wieder nen Tournus Nachtwache hatte, da die Fahrtstrecke zur Arbeit von meiner Wohnung kürzer war. Dummerweise hat sie ihren Eltern erzählt, sie hätte einen Schlafplatz an der Arbeitsstelle, und ihr Vater hat dann irgendwann mal ihr Tacho kontrolliert, und festgestellt, das da doch einges mehr an Kilometern drauf war. Sie also zu Hause streit, aber anstatt zu sagen, ich kann doch bei meinem Verlobten übernachten, hat sie wieder klein bei gegeben, und ich bekam keinen Besuch mehr. Das Haus ist mittlerweile seid fast zwei Jahren fertig und möbliert, nur eingezogen ist sie dort noch nicht. Ich hab locker noch zwei bis drei Jahre an der Hoffnung festgehalten, das sich da irgendwann mal etwas normalisiert. Sogar ne nette Paartheraphie haben wir angefangen, was sich immer mehr zu einer therapie für sie entwickelte, sich von ihren Eltern zu lösen. Vor ca Zwei Wochen hatte ich dann aber keine Kraft mehr. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und ich gab ihr den Ring zurück.

Das dumme an der Geschichte ist, das ich da trotzdem nicht wirklich mit abschliessen kann, und immer noch hoffe, das sie da endlich mal die kurve kriegt.

Das war eine vernunft entscheidung, die ich ungern getroffen habe. Andererseits weiss ich genau, das es mir jetzt besser geht, und ich mich befreiter an die Lösung meiner Probleme machen kann, denn so eine "Beziehung" lähmt doch sehr.

Jetzt hoffe ich einfach, das sich irgendwer den ganzen Kram auch durchliest, und die ein oder andere Aussage dazu (oder auch Frage) folgt.

Wa sich hier jetzt allerdings nicht möchte, sind irgendwelche Schuldzuweisungen oder moralische verweise in die Richtung "Man geht nicht fremd". Mein Anteil Schuld an dem Dilemma ist mir durchaus klar, zwei mal weggelaufen in die arme von wem anders, und net die Reife gehabt für sie dazusein, als sie es brauchte. Stand damals neben mir, und hab ne Menge geld verpulvert, das ich eigentlich nicht hatte...

Ansonsten, Feuer frei...

Kathy001
weiblich  35 Jahre
» Area Gott
2685 Beiträge
Verfasst: 18.10.07, 03:42 Uhr


11 Jahre sind eine lange zeit...
war das deine erste Freundin bzw Beziehung?

sammy-jo
weiblich  39 Jahre
» Area Gott
6204 Beiträge
Verfasst: 18.10.07, 08:40 Uhr


ich bin seit 12 jahren mit meinem mann zusammen mit vielen trennungen aber wir sind auch immer wieder zusammen gekommen! habe auch solche probleme mit meiner mutter und meinem mann!

es ist schwer nach so einer langen zeit loszulassen!

aber was ich aus deinem text ncht ganz herauslesen kann ist dein anliegen!

möchtest du tipps wie du sie vergessen kannst oder wie du damit klar kommen kannst? oder ob du wieder zu ihr zurück gehen sollst?


Signatur Menschen, an denen nichts auszusetzen ist, haben nur einen Fehler: Sie sind uninteressant
Alex76
männlich  41 Jahre
» Extrem Schreiber
39 Beiträge
Verfasst: 18.10.07, 10:37 Uhr


Hmmm, ehrlich gesagt bin ich mir da nicht so sicher... Wollen und würden bestimmt (also zurück), aber nicht unter der bedingung das sie mich nicht mal namentlich erwähnt... ich komm mir ja vor wieder dunkle Lord

Soll heissen, es wird dann immer von "dem da" oder "Du-weisst-schon-wer" gesprochen.

Also, klar, egal ist sie mir ganz bestimmt nicht. und komischerweise führen wir jetzt recht lange telefonate, was vorher nicht der Fall war.

Im Moment schau ich mir das eigentlich an, und versuche nach wie vor für sie da zu sein, aber mich da emotional nicht so sehr drauf einzulassen.

Hmmm, nein, sie war nicht die erste an sich. Aber ganz bestimmt die erste sooo dauerhafte. Vorher evtl n Jahr, oder 7 Monate, solche Dinge.

Ich glaube ich möchte mir den ganzen Kram nur von der Seele reden und überhaupt herraufinden ob ich da nun zurück, oder weiter weg will...

Arkeo
männlich  54 Jahre
Moderator
1436 Beiträge
Verfasst: 18.10.07, 11:11 Uhr


@ Sammy-Jo:
Deine Fragen sind richtig, aber ich denke, das Anliegen besteht hier vor allem darin, sich eine belastende Geschichte von der Seele zu reden. Wenn man anderen etwas erzählt, wird einem selber oft vieles klarer.

Dazu kommt vielleicht die vage Hoffnung, daß andere Aspekte sehen, die man selbst nicht klar erkennt, weil man als Beteiligter dem Problem zu nahe ist? Oder daß andere Fragen stellen, die man sich selbst noch nicht gestellt hat? Oder Ideen haben, deren Diskussion vielleicht zu neuen, eigenen Sichtweisen, eventuell sogar zu Lösungsansätzen führen (könnten)? :wink:


@ Alex76:
Wenn ich das richtig verstehe, bedeutet Dir Deine Ex-Freundin nach wie vor eine ganze Menge? Deine Geschichte klingt so, als würdest Du sie immer noch lieben und hättest Dich nur deshalb von ihr getrennt, weil die Beziehung von ihr aus immer halbherzig war und sie sich niemals richtig zu Dir bekannt hat. Und Du aufgehört hast, zu hoffen, daß eure Beziehung jemals zu einer echten Partnerschaft würde?

Wobei bei dem, was Du erzählst, durchschimmert, daß Du selber im Lauf der Jahre einen Entwicklungsprozeß durchgemacht hast - von jemand, der sich nicht wirklich zur Beziehungspartnerin und seiner Rolle als Vater bekannte zu jemand, der bereit ist, eine Partnerschaft wirklich zu leben und das Bekenntnis zum Partner und dem gemeinsamen Kind als ernsthafte Verantwortung begreift. Ist Deiner Freundin Deine heutige Einstellung bewußt?
Ich könnte mir vorstellen, daß sie sich vielleicht in den Anfangsjahren so oft alleingelassen gefühlt hat, daß es ihr immer noch schwerfällt, ganz auf Dich - und euch als Familie - zu vertrauen?

Ihr Vater scheint ungeheueren Einfluß auf sie zu haben, aber welche Rolle hat denn ihre Mutter bei der ganzen Geschichte gespielt, welche Haltung hat sie Dir und ihrer Tochter sowie euch als Paar-mit-Kind (Familie) gegenüber eingenommen?
Wenn Deine Freundin damals 21 war, müßte sie jetzt etwa 30 Jahre alt sein. Aber nach wie vor scheint sie zwischen Elternhaus und Beziehungspartner gefangen zu sein. Will sie sich nicht entscheiden oder kann sie sich nicht entscheiden, weil von einer oder beiden Seiten zu viel Druck auf sie ausgeübt wird?

.

Alex76
männlich  41 Jahre
» Extrem Schreiber
39 Beiträge
Verfasst: 18.10.07, 11:37 Uhr


Hui... das hast du ziemlich gut erkannt.

Ich denke das sie im Moment vor allem nicht sehen KANN das ich mich durchaus entwickelt habe (suzusagen erwachsener geworden bin).

Das Elternproblem ist ein tiefgreifendes. Sie hat was das angeht auch nicht unbedingt die schönste Kindheit gehabt. Erfolge zählten, Wärme und Zuneigung nicht. ich war die ganzen Jahre über der Einzige der sie um ihrer selbst willen gemocht hat, und das weiss sie auch.

Ihre Mutter, Hmmm, graues Mäusschen unter der Fuchtel ihres Mannes. Das triffts glaub ich am besten. Von da aus ist keine Unterstützung zu erwarten.

Ich beobachte halt seid längerem das sie ansatzweise versucht dem elterlichen Einfluss zu entkommen, aber eigentlich nach wie vor auf der Stelle tritt. Ein gutes beispiel dafür ist das Haus, das ja eigentlich ein Ausweg sein sollte, aber aus fadenscheinigen gründen nicht wirklich bezogen wird. Hier fehlt noch ne gardine, da noch ein schrank, es ist halt nicht perfekt...

hab da ja immer nur argumentiert, das das erst durch bewohner perfekt werden kann... aber das sind argumente, die sie zwar versteht, aber net leben kann.

Was da also irgendwie schon ein springender Punkt ist, ist die Tatsache das ich sie alleine gelassen hatte, wo sie mich eigentlich gebraucht hat. Und jetzt sucht sie nach Garantieen und Sicherheiten die ihr niemand geben kann. Viel Unsicherheit und grosse Angst hindern sie daran, sich überhaupt zu bewegen.

was natürlich ein grosses Problem ist, denn ihre Konflikte mit den Eltern, da kann ich sie nicht rausziehen, den Kampf muss sie selber führen. Auffangen kann ich sie, das ja...

ich hab halt 6 Jahre lang ne Menge Emotionen da rein gesteckt, und bin an dem Ausbleiben derselben von ihr aus ehrlich gesagt ziemlich eingegangen. Die Trennung war also sowas wie ne Notbremse, damit ich aufhöre mich im Kreis zu drehen. Das klappt soweit ja auch ganz gut. Allerdings möchte ich ihr weiterhin den Zeigen, das es einen gemeinsamen weg gibt, und sie eigentlich nur einen Fuss vor den anderen setzen muss...

fuechsin
weiblich  58 Jahre
» Area Einwohner
81 Beiträge
Verfasst: 04.11.07, 12:33 Uhr



"Alex76" schrieb:
Hui... das hast du ziemlich gut erkannt.

Ich denke das sie im Moment vor allem nicht sehen KANN das ich mich durchaus entwickelt habe (suzusagen erwachsener geworden bin).

Das Elternproblem ist ein tiefgreifendes. Sie hat was das angeht auch nicht unbedingt die schönste Kindheit gehabt. Erfolge zählten, Wärme und Zuneigung nicht. ich war die ganzen Jahre über der Einzige der sie um ihrer selbst willen gemocht hat, und das weiss sie auch.

Ihre Mutter, Hmmm, graues Mäusschen unter der Fuchtel ihres Mannes. Das triffts glaub ich am besten. Von da aus ist keine Unterstützung zu erwarten.

Ich beobachte halt seid längerem das sie ansatzweise versucht dem elterlichen Einfluss zu entkommen, aber eigentlich nach wie vor auf der Stelle tritt. Ein gutes beispiel dafür ist das Haus, das ja eigentlich ein Ausweg sein sollte, aber aus fadenscheinigen gründen nicht wirklich bezogen wird. Hier fehlt noch ne gardine, da noch ein schrank, es ist halt nicht perfekt...

hab da ja immer nur argumentiert, das das erst durch bewohner perfekt werden kann... aber das sind argumente, die sie zwar versteht, aber net leben kann.

Was da also irgendwie schon ein springender Punkt ist, ist die Tatsache das ich sie alleine gelassen hatte, wo sie mich eigentlich gebraucht hat. Und jetzt sucht sie nach Garantieen und Sicherheiten die ihr niemand geben kann. Viel Unsicherheit und grosse Angst hindern sie daran, sich überhaupt zu bewegen.

was natürlich ein grosses Problem ist, denn ihre Konflikte mit den Eltern, da kann ich sie nicht rausziehen, den Kampf muss sie selber führen. Auffangen kann ich sie, das ja...

ich hab halt 6 Jahre lang ne Menge Emotionen da rein gesteckt, und bin an dem Ausbleiben derselben von ihr aus ehrlich gesagt ziemlich eingegangen. Die Trennung war also sowas wie ne Notbremse, damit ich aufhöre mich im Kreis zu drehen. Das klappt soweit ja auch ganz gut. Allerdings möchte ich ihr weiterhin den Zeigen, das es einen gemeinsamen weg gibt, und sie eigentlich nur einen Fuss vor den anderen setzen muss...



Das formale Beenden der Beziehung ist ja die eine Sache, die andere ist das tatsächliche Ende. Hier glaube ich, deine Partnerin weiß bewusst oder unbewusst genau - wie bei vorherigen Malen -, dass es nicht endgültig ist. Allein die Tatsache, wie du das schilderst und dass du es tust, zeigt: Du hast nicht abgeschlossen.

Ich verstehe auch die Beweggründe für deine wiederholte Trennung. Du willst sie damit zwingen, etwas zu ändern. Allerdings wird das nur geschehen, wenn die Verbindungen zu dir wirklich in Gefahr sind. Und das sehe ich nicht ganz so. Zu viel erinnert an vorherige Trennungen, die dann doch wieder zurückgenommen wurden. Sie ist nichr wirklich in der Pflicht. Die Frage ist, ob diese Form des Abbruchs bei ihr wirklich etwas bringt. Es hat ja auch immer etwas damit zu tun, dass ihr Liebe entzogen wird. Vielleicht ein Mittel, mit dem sie aus dem Elternhaus schon "bestraft" wurde - bitte nicht als Kritik an deiner Entscheidung verstehen. Es sind Gedanken, eine andere Sicht. Meine und die kann natürlich ganz falsch sein. Ich vermute ganz stark, sie wurde mit: Wenn du nicht..., dann wir nicht... Wenn du..., dann wir auch... erzogen wurde. Schrecklich. Nach meiner Meinung. Und führt dazu, dass der Mensch alles tut, um nicht bestraft zu werden. Vielleicht gibt es ja einen anderen Weg, sie zu etwas zu bewegen. Aber das schafft ihr wirklich nur mit Hilfe.

Sicher aus deiner Sicht liest es sich so, als wäre Euer Hauptproblem die fehlende Abnabelung von ihrem Elternhaus. Ich glaube allerdings, dass ist nur ein Teil der Probleme. Klar habt ihr Euch beide entwickelt, trotzdem gibt es da eine Mennge Schutt und egal, ob du glaubst, du wärst jetzt auf der "stabileren" Seite, die vorangegangene Hinundherundraufundrunterzeit hat Euch geprägt. Die Idee mit der Paartherapie war gut. Unbefriedigend finde ich, dass eine Einzeltherapie für deine Freundin (ich nenne sie jetzt einfach mal so) daraus wurde, unabhängig davon, dass sie die bitter nötig haben könnte. Suche - zur Not erstmal allein - Kontakt zu der alten Beratung und wenn das unbefriedigend ist, eine andere.

Ihr habt da elf Jahre aufzuarbeiten. Und da braucht ihr mehr als ein paar Sitzungen (und es wird leider auch nicht reichen, dass du die Hände hebst und sagst: Scheiße gebaut, ab heute wird es anders. Auch das hast du mehrmals getan. Da steht eine Beziehung wirklich auf Sand.) Auf beiden Seiten ist da ganz viel kaputt gegangen. Und sie braucht nicht nur das äußere OK. Dieses OK muss in ihr angekommen sein. Das muss ein Fundament für sein, auf das sie, auf das ihr beide bauen könnt. Wenn es diese Rückkopplung gibt, dann hat sie vielleicht auch mehr Kraft, um die andere Sache zu schaffen.

Unbedingt habe ich den Eindruck, dass sie - nicht nur weil da ein Kind ist - dir das wert ist. Wenn du jetzt aufgibst, wird dir das später wahrscheinlich auf die Füße fallen. Ich drücke dir also die Daumen, dass ihr beide einen Weg findet.

fuechsin
weiblich  58 Jahre
» Area Einwohner
81 Beiträge
Verfasst: 04.11.07, 13:16 Uhr


Habe noch mal nachgedacht und will es bildlicher erklären: Stell dir deine Freundin als Gummiband vor. Jeder zerrt an ihr und beteuert seine Liebe, wenn sie dieses oder jenes tut. Wenn sie es nicht tut, dann bekommt sie ein Haus nicht, ist sie nicht mehr die Tochter, nicht mehr die Partnerin... Das macht ihr Druck und natürlich auch Angst. Es müsste also einen Weg geben, der ihr die Angst nimmt ins Bodenlose zu fallen. Erst wenn sie weiß, sie kann auch eine eigene Entscheidung fällen, die anderen nicht vollständig gefällt, diese sie aber weiterhin lieben, hat sie's geschafft.
Alex76
männlich  41 Jahre
» Extrem Schreiber
39 Beiträge
Verfasst: 05.11.07, 11:17 Uhr


Hui, das war nun etwas worüber man (also ich) nachdenken musste.

Schöne neue Meinung zu dem Thema. Stimmt schon, das ist ein Problem, nicht das alleinige. Eher Das was mich persönlich am meisten gestört hat. Oder auch stört.

Was den Therapieplatz angeht, da sind wir ja über unseren Sohn dran gekommen, und den nehmen wir als Eltern nach wie vor gemeinsam in Anspruch. Das das schon fast ne Einzeltheraphie ist, sollte nicht heissen, das ich mich da fernhalte, sondern das der liebe Herr T. sich hauptsächlich auf diesem Elternproblem fixiert.

Hat aber letzte Woche in einem Einzelgespräch mit mir auch oben schon genannte Punkte Angesprochen. Also mein nötiges "Durchbrechen des Kreises" von Gewohnheitsaktionen. Also das es immer nur dieselben Dinge sind, die man unternimmt um etwas zu ändern, an die zum einen der "Partner" schon gewöhnt ist, und wo man zum anderen eh weiss (aus Erfahrung) das es nichts bringt...

Und ob sich das ganze für mich jetzt zu einer Beziehungspause, oder einer ganz neuen Struktur als zwar getrennte, aber gemeinsam erziehende Eltern entwickelt, weiss ich noch nicht. Immer noch beides möglich.

Allerdings, ohne Unterstützung lass ich sie nicht. Ich bin mir ja durchaus meiner Fehler bewusst, und es kommt jetzt wohl eher darauf an, mich auch anders zu Verhalten und eben nicht nur zu sagen, das sich was ändert...

Tja, klappt Ansatzweise ganz gut, bis der innere Schweinehund einem wieder diese "Gewohnheitsmacken" auferlegt. Den ringe ich im Moment alle drei Tage nieder, das ist so der Takt den er sich auferlegt hat. Kommt allerdings seltener, was ich für ein gutes Zeichen halte...

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