0 User & 120 Besucher online
  
Übersicht - Allgemein - Schule & Ausbildung - Nur nett sein, ist keine Lösung
AutorNachricht
» Area Einwohner
81 Beiträge
Verfasst: 28.11.07, 09:47 Uhr


Kinder müssen lernen, Grenzen zu akzeptieren und mit Frustrationen umzugehen. Eltern von Kindern bis zehn Jahren sollten auf Fehlverhalten sofort und konsequent reagieren.

Kinder, die nicht gelernt haben mit Enttäuschungen umzugehen, reagieren sehr häufig mit Problemverhalten wie Wutausbrüchen, Aggression oder Schreien, wenn sie etwas nicht bekommen. Wenn die Eltern richtig reagieren, können sie ihren Kindern helfen.

Es ist für Eltern nicht immer einfach, Grenzen zu setzen. Sie sollten sich aber fragen, welches Verhalten dem Alter ihres Kindes entspricht und welche Verhaltensweisen sie fördern möchten.

Ein Kindergartenkind kann nicht entscheiden, welche Fernsehsendungen für sein Alter passend sind oder wie lange es fernsehen darf. Man kann ihm auch nicht die Entscheidung überlassen, wann es ins Bett gehen soll.

Ein Schulkind kann vielleicht noch nicht verstehen, warum es nicht alles bekommen kann oder warum es nicht ständig Süßigkeiten naschen darf und ein Teenager würde wahrscheinlich lieber seine Abende mit Freunden statt mit Hausaufgaben verbringen.

Familienregeln erleichtern es Kindern zu verstehen, was von ihnen erwartet wird. Familienregeln sollen so formuliert sein, dass das Kind versteht, was es tun soll. Sie sollten nicht das betonen, was es unterlassen soll.

Vergisst ein Kind eine Regel einzuhalten, sollten Sie es am besten sofort darauf ansprechen und nach der Regel fragen. Um die Wirkung zu erhöhen, sollten Sie das Kind das richtige Verhalten zeigen lassen.

Wenn Sie nicht bereit sind die Einhaltung einer Regel zu überwachen oder mit einer Konsequenz zu untermauern, sollten Sie überlegen, ob diese Regel für Sie und Ihre Familie überhaupt notwendig ist.

Es ist nicht notwendig, dass Sie jedes Mal, wenn Sie Ihr Kind um etwas bitten, auf Gehorsam bestehen, reagieren Sie aber sofort bestimmt, wenn eine Familieregel verletzt wird oder ein Problemverhalten auftritt.

Wenn ihr Kind sich nicht an die Regel hält, jemandem weh tut oder etwas kaputt macht, sollten die Eltern ruhig bleiben und klare Anweisungen geben.

+ Gewinnen Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes, indem Sie es mit seinem Namen ansprechen und auf Augenhöhe mit ihm gehen.

+ Sagen Sie Ihrem Kind genau, was es tun soll: "Anna, hör auf zu spielen und fang mit deinen Hausaufgaben an."

+ Geben Sie Ihrem Kind einige Sekunden Zeit, auf Ihre Anweisung zu reagieren. Gehen Sie inzwischen nicht weg, sondern bleiben Sie neben Ihrem Kind stehen.

+ Loben Sie Ihr Kind, wenn es tut, worum Sie es gebeten haben: "Super Anna, dass du sofort angefangen hast."

+ Wenn Ihr Kind innerhalb von fünf Sekunden nicht reagiert, sollten Sie die Anweisung noch einmal ruhig wiederholen und Ihr Kind auch kurz loben, wenn es jetzt tut, worum Sie es gebeten haben.

+ Wenn Ihr Kind auch jetzt nicht reagiert, sollten Sie eine Konsequenz folgen lassen.


"Ruhige Zeit" ist eine milde Konsequenz
"Ruhige Zeit" soll Ihrem Kind helfen, angemessenes Verhalten zu erlernen. Benutzen Sie die Methode, wenn keine anderen Konsequenzen zur Verfügung stehen oder wenn andere Konsequenzen keinen Erfolg bringen.

"Ruhige Zeit" heißt, dass Ihr Kind für kurze Zeit ruhig sitzen muss. Bei fünf- bis zehnjährigen Kindern dauert die "Ruhige Zeit" etwa drei bis fünf Minuten.



Vorbereitung:
Es ist wichtig, dass Sie in einer Familienbesprechung die "Ruhige Zeit" vorstellen und Ihrem Kind erklären, welches Verhalten die "Ruhige Zeit" zur Folge haben wird.

Erklären Sie Ihrem Kind, wie lange es ruhig sein muss, dass es nicht aufstehen und herumgehen darf und stellen Sie sicher, dass es alles richtig verstanden hat.




Anwendung:
Wenn Ihr Kind mit etwas aufhören soll und auf Ihre klare Anweisung nicht binnen einiger Sekunden reagiert, sagen Sie Ihrem Kind: "Du hast nicht aufgehört zu schreien, deshalb gehst du jetzt für zwei Minuten in die "Ruhige Zeit"."

Ignorieren Sie Protest oder Geschrei und vermeiden Sie es, sich zu rechtfertigen oder zu verteidigen. Erinnern Sie Ihr Kind an die Regel.
Wenn Ihr Kind während der vereinbarten Zeit ruhig war, holen Sie es aus der "Ruhigen Zeit" und helfen Sie ihm eine interessante Beschäftigung zu finden. Loben Sie Ihr Kind sobald wie möglich für sein Verhalten.

Wenn Ihr Kind wegen Nichtbefolgung einer Anordnung in die "Ruhige Zeit" geschickt wurde, wiederholen Sie jetzt Ihre Anordnung. Wenn Ihr Kind tut, worum Sie es gebeten haben, drücken Sie Ihre Anerkennung aus. Wenn es sich auch jetzt Ihren Anweisungen widersetzt, müssen Sie es noch einmal in die "Ruhige Zeit" schicken oder die Auszeit anwenden.




Auszeit in einem anderen Raum
Auszeit findet in einem dafür vorbereiteten Raum statt, der hell und kindersicher ist. Es gelten die gleichen Regeln wie in "Ruhiger Zeit".

Wenn Ihr Kind während der vereinbarten Zeit ruhig war, holen Sie es aus der Auszeit und helfen Sie ihm, eine interessante Beschäftigung zu finden. Loben Sie Ihr Kind sobald wie möglich für sein Verhalten.

Das obig geschriebene wurde von einer Kinderpsychologin dargestellt. Da hier auch Mütter vorhanden sind - vielleicht hilfts jemanden ?

LG
Matthias / Austria 46

Arkeo
männlich  54 Jahre
Moderator
1436 Beiträge
Verfasst: 28.11.07, 10:01 Uhr


Das Problem von Erziehungsratgebern ist, daß sie allzu oft von Leuten geschrieben werden, die entweder keine Kinder oder höchstens ein Kind haben... :wink:
anonym
weiblich  36 Jahre
» Area Gott
1766 Beiträge
Verfasst: 28.11.07, 16:40 Uhr


[quote:8832f9345b]"Ruhige Zeit" heißt, dass Ihr Kind für kurze Zeit ruhig sitzen muss. Bei fünf- bis zehnjährigen Kindern dauert die "Ruhige Zeit" etwa drei bis fünf Minuten.
[/quote:8832f9345b]

klingt nach super-nanny's "stille treppe"


Signatur Die besten Produkttests -- Parfüm, Cremes, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter ---- Mein Blog -- Lustiges, Skurilles, Interessantes
sammy-jo
weiblich  39 Jahre
» Area Gott
6204 Beiträge
Verfasst: 28.11.07, 18:14 Uhr



"Arkeo" schrieb:
Das Problem von Erziehungsratgebern ist, daß sie allzu oft von Leuten geschrieben werden, die entweder keine Kinder oder höchstens ein Kind haben... :wink:



das heisst ja dann das leute die keine kinder haben über solche themen nicht reden dürfen.
also
oODyingSoulOo bitte dich nicht äussern.

auch viele drogenberater oder psychologen sind nur theorethisch aif ihren gebieten bewand,trotzdem können sie helfen. :wink:


Signatur Menschen, an denen nichts auszusetzen ist, haben nur einen Fehler: Sie sind uninteressant
anonym
weiblich  41 Jahre
Moderator
542 Beiträge
Verfasst: 28.11.07, 20:13 Uhr


[quote:8aa8ef9c3f]Ein Schulkind kann vielleicht noch nicht verstehen, warum es nicht alles bekommen kann oder warum es nicht ständig Süßigkeiten naschen darf und ein Teenager würde wahrscheinlich lieber seine Abende mit Freunden statt mit Hausaufgaben verbringen. [/quote:8aa8ef9c3f]


Ja stimmt aber waren WIR da so anders ... und auch unsere Eltern haben den goldenen Mittelweg gefunden und wir sind liebe Menschen geworden.

Wir benutzen beispielsweise in Bezug auf beide Jungs das Wort ERZIEHUNG nicht. Wir fördern, lieben und unterstützen sie und geben ihnen Halt. Geben ihnen somit WURZELN UND FLÜGEL.

Einiges in deinem Beitrag kann man so stehen lassen ... vieles in den virtuellen Mülleimer schmeißen ... und manches akzeptieren ...

... die Nummer mit der "stillen Treppe" kannst du dir sparen ... Versuch mal einen 10jährigen gegen seinen Willen ruhig zu stellen ... :roll: :D


... und wieviele Kinder hast du, dass du deine Erfahrungen nieder schreiben kannst?!


Signatur Posting © xhexix 2010. Alle Rechte vorbehalten. Kein Verwenden, Zitieren und Kritisieren ohne Erlaubnis
» Area Einwohner
81 Beiträge
Verfasst: 28.11.07, 21:27 Uhr


Diese "Verhaltensforschungen" stammen aus der Feder von Veronika Pinter, ihres Zeichens ORF-Erziehungsberaterin.

Dachte mir das es vielleicht helfen könnte. Ich muss ja nicht immer nur in der Politik unterwegs sein.

Ich selber, habe weder Familie, noch Kinder. Also ein Laie.

Wäre ja sonst nicht hier.

..... und jetzt könnt ihr wieder auf mich "draufhauen" :lol:

OLIT
männlich  56 Jahre
» Area Einwohner
110 Beiträge
Verfasst: 29.11.07, 13:56 Uhr


Austria, du scheinst ein "Masochist" zu sein. *grins*
Arkeo
männlich  54 Jahre
Moderator
1436 Beiträge
Verfasst: 29.11.07, 16:04 Uhr


@ ALLE:

Über Erziehung reden oder mitreden, kann jeder, denn jeder hat(te) Eltern und Erziehungsberechtigte, die ihn erzogen haben. Jeder wird eine Meinung dazu haben, was an der eigenen häuslichen Erziehung gut oder schlecht war - und was er bei (etwaigen) eigenen Kindern vermeiden oder besser machen will/wird oder gemacht hat.

Fast jeder wird auch irgendeine Meinung haben, was er an der heutigen Jugend und Erziehungsgrundsätzen heutiger Eltern für gut befindet oder kritisiert. Damit ist aber nicht jeder auch gleich qualifiziert, einen Erziehungsratgeber zu verfassen.

Im Einleitungspost ist von "Familienbesprechung" und "Ruhige Zeit" die Rede, was ziemlich an die Terminologie und ideologischen Maxime "alternativer Pädagogik" erinnert, von denen sich v.a. in den späten 70er Jahren etliche Eltern bei der Erziehung leiten ließen - nicht immer zugunsten der Kinder.

Wenn ich so etwas lese wie: "Du hast nicht aufgehört zu schreien, deshalb gehst Du jetzt in die "Ruhige Zeit"..." - dann drängen sich Assoziationen á la Fußballplatz oder Eishockeyhalle auf..... Mütter mit der Trillerpfeife, die ihren Kindern die rote Karte zeigen. Und die Beschreibung der Ausstattung des Ruheraumes klingt verdächtig nach einem Gegenentwurf zu den sprichwörtlichen, "literarischen" Einrichtungen Kohlenkeller und Besenkammer - Michel, der zur Strafe in den Holzschuppen gesperrt wird... :lol:

Insgesamt klingen diese Erziehungshilfen schwer nach "Eskalationsmodell", in dem die Rückkehr zu Zucht und Ordnung mit ein paar alternativen Glanzlichtern abgemildert wird. Es wird von dem bockbeinigen, renitenten Kind ausgegangen, gegen das nur noch ständiges Antreiben und Durchsetzung mütterlicher Autorität hilft - und zugleich betont, mit dem Kind auf Augenhöhe zu gehen. Das ist ein Widerspruch, denn wie soll ein Kind Anweisungen als auf Augenhöhe gegeben verstehen, die zugleich von oben herab, kraft mütterlicher Autorität gegeben werden?

Müßte ich raten, würde ich vermuten, daß diese Frau Pinter etliche Ansätze der "alternativen Erziehung" stark befürwortet, irgendwann aber erkannt hat, daß dieser pädagogische Weg in die Irre führt und das Pendel nun in die Gegenrichtung ausschlagen läßt, wobei als Synthese eine Art Mischmodell herauskommt.
.

sammy-jo
weiblich  39 Jahre
» Area Gott
6204 Beiträge
Verfasst: 29.11.07, 17:38 Uhr


arkeo nach diesem post passt dein erster aber überhaupt nicht tz tz tz: :wink:

Signatur Menschen, an denen nichts auszusetzen ist, haben nur einen Fehler: Sie sind uninteressant
anonym
weiblich  36 Jahre
» Area Gott
1766 Beiträge
Verfasst: 29.11.07, 21:01 Uhr


irgendwo in dtl - hat einer sein gasthaus "kinder-frei" gehalten - also kinder unter 12 Jahren haben gar keinen zutritt

sowas find ich supi - vorallem weil die meisten kids eh keine erziehung mehr haben

und viele in dem ort beschwerten sich, dass sowas ja nich geht und kinderfeindlich usw... andererseits sagten befragte mütter das sie es toll finden wenigstens beim essen - ausgehen - kinderfreie zonen zu haben *g


Signatur Die besten Produkttests -- Parfüm, Cremes, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter ---- Mein Blog -- Lustiges, Skurilles, Interessantes
Arkeo
männlich  54 Jahre
Moderator
1436 Beiträge
Verfasst: 29.11.07, 22:28 Uhr


@ DS:
Kinderfreie Restaurants oder Restaurants mit kinderfreien Zonen haben wenig Sinn, wenn das Verbot zugleich nicht auch für Handys gilt..... :D

longmike1966
männlich  51 Jahre
» Area Gott
6743 Beiträge
Verfasst: 30.11.07, 20:23 Uhr



"Austria46" schrieb:
Diese "Verhaltensforschungen" stammen aus der Feder von Veronika Pinter, ihres Zeichens ORF-Erziehungsberaterin.

Dachte mir das es vielleicht helfen könnte. Ich muss ja nicht immer nur in der Politik unterwegs sein.

Ich selber, habe weder Familie, noch Kinder. Also ein Laie.

Wäre ja sonst nicht hier.

..... und jetzt könnt ihr wieder auf mich "draufhauen" :lol:



Na was wir von den Oesterreichern haben, dass ist ja wohl allseits bekannt. Ich denke, die sollen ihre Kinder ruhig so erziehen, vielleicht kriegen sie ja mal wieder nen kleinen Addi hin, *gg*


Signatur Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, und
wer nicht heiratet, kriegt keine Schwiegermutter!
» Area Einwohner
81 Beiträge
Verfasst: 01.12.07, 18:23 Uhr


..... damit die Deutschen wieder jemanden zum "führen" haben ?

Tztztz.....

Arkeo
männlich  54 Jahre
Moderator
1436 Beiträge
Verfasst: 01.12.07, 19:03 Uhr


@ Alle:

Bleibt bitte halbwegs beim Thema - "politisches" Geplänkel gehört nicht hierher. :roll:

TSB2000
männlich  42 Jahre
» Area Gott
254 Beiträge
Verfasst: 21.04.08, 11:05 Uhr


Was ist mehr Wert ?

Ein Hund ?

Eine Katze ?

Ein Vogel ( Haustier )

Fische ( Haustier )

oder ein Kind ?

Seiten: [ 1 ] [ 2 ]

Wer ist gerade im Forum?

Neue Beiträge im Forum vorhanden Keine neuen Beiträge im Forum vorhanden
Neue Beiträge im Thread vorhanden Keine neuen Beiträge im Thread vorhanden
Für die grafische Anzeige neuer Beiträge müssen Cookies aktiviert sein

» Alle Beiträge als gelesen markieren...


Jetzt bei Voten & Fotos bewerten - Kostenlose Flirt Community - Bodyvoten.de anmelden


Copyright © by Flirtarea - Alle Rechte vorbehalten | AGB | Datenschutz | Impressum | Media
Partner: Flirt Community - Erotik Community - Eltern Community - Wünsche erfüllen - Erotik Shop - Geld verdienen - kostenloser Shop