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Übersicht - Allgemein - Politik & Gesellschaft - Das alte/neue Problem?
AutorNachricht
plaui2
männlich  46 Jahre
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Verfasst: 26.09.10, 21:36 Uhr


Nu isses mal wieder soweit, Plaui muß seinem Herzen mal wieder Luft machen.
Und wie nicht anders zu erwarten, gehts um die Anpassung der HartzIV Bezüge.

Zunächst will ich erstmal auf das kleine, aber feine Zahlen(verwirrungs)spiel der staatlichen Behörden eingehen:

Die Bundesagentur für Arbeit geht derzeit von etwa 3,9 Mio Arbeitslosen aus. Frau von der Leyen erwähnte in ihrer heutigen Verteidigung ihres Vorschlages 6,5 Mio Menschen, die HartzIV bekommen/bekommen haben.
Huch, wer sind die 2,6 Mio Leute, die nicht arbeitslos sind, trotzdem aber H4 beantragen? Jaja, im Statistiken schönreden waren unsere Behörden schon immer gut.....

Aber zum grundsätzlichen. Frau von der Leyen, wie auch unsere Bundesregierung habern es doch tatsächlich geschafft, den H4 Satz anzuheben. Um ganze 5€ (in Worten: Fünf Euro) pro Monat. Kinder, um die es im Wesentlichen eigentlich ging beim Urteil des BVG, werden gar nicht ehöht, man will ihnen Schulspeisung, Bildung/Weiterbildung und Freizeitaktivitäten vebessern und verenfachen.
Im Gegenteil, laut Frau von der Leyen hätte der Regelsatz für KINDER sogar gekürzt werden müssten.....
Wieviel ist eigentlich ein Leben wert? Haben Menschen der unteren Schichten nicht auch ein Recht darauf, in Würde zu leben? 75% der H4 Bezieher waren alle mal arbeiten, hatten ihr geregeltes Einkommen, sind aber durch unterschiedlichste Gründe abgerutscht. Manche zu Recht, manche unglücklich, manche konnten nicht mal was dafür.

Ok, gut an der \"Neureglung\" finde ich, das Alkohol und Tabak aussortiert wurden. Obwohl, auch da wird wieder ein Weg zur Beschaffung gefunden.........


Was dabei der eigentliche Grund für meinen Unmut ist:
Im Gegenzug wird in den Medien nur beiläufig erwähnt, das staatliche/halbstaatliche Banken mit den Steuergeldern, die sie zu ihrer Rettung bei unserer Regierung beantragt hatten (insgesamt rund 184Milliarden €), zuallerst in Bonuszahzlungen, Millionen-Pensionen und Gehaltserhöhungen stecken. Um dann noch größere Forderungen an den Staat zu stellen.

Wer ist da jetzt eigentlich der größere Betrüger?
Es klingt wie ein Hohn, aber es ist wahr: Haste was, kriegste was. Haste nüscht, kriegste auch nüscht.

In diesem Sinne
Plaui.

PS: Bevor irgendwelche Anfragen kommen, ich bin immer noch überzeugter und überzeugender Nichtwähler.


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plaui2
männlich  46 Jahre
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Verfasst: 27.09.10, 07:43 Uhr


Ach, übrigens, die neuen Verbrauchszahlen:


Lebensmittel, alkoholfreie Getränke: 128,46 Euro
Freizeit, Kino etc.: 39,96 Euro
Telefon/Internet: 31,96 Euro
Bekleidung: 30,40 Euro
Energie: 30,24 Euro
Haushaltsgeräte: 27,41 Euro
Sonstiges, z.B. Friseur: 26,50 Euro
Verkehr: 22,78 Euro
Gesundheitspflege: 15,55 Euro
Gaststätte: 7,16 Euro
Bildung: 1,39 Euro
angen. Teuerungsrate 2,19 Euro
_____________________________
364,00 Euro

Quelle: BMAS


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anonym
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542 Beiträge
Verfasst: 27.09.10, 10:39 Uhr


Also, meine Meinung zu dem Thema kennst du ja, denn bereits beim letzten Mal ist hier eine Diskussion entbrannt, was nun Recht und was Unrecht ist.

Endlich wurde verstanden, dass Zigaretten und Alkohol kein Grundbedürfnis sind, sondern Luxus, das wurde meiner Ansicht nach mehr als Zeit. Vermutlich wird nun aber die Erhöhung genutzt um sich Kippen und Korn zu kaufen.

Was ein Menschenleben wert ist?! In Deutschland? Jede Menge!

Wer in Deutschland nicht arbeiten gehen kann, will, möchte etc. pp. der bekommt Wohnung, Kleidung (Second Hand, soziale Einrichtungen), Nahrung, Heizung, Strom, Internet und noch ein paar andere Dinge die die Grundbedürfnisse mehr als decken! Krankenversicherung, GEZ Gebühren, Telefon und Internet Anschlusskosten, Mietkaution ... niemand muss in diesem Land hungern oder ohne Obdach sein, wenn er das nicht selbst will.

Hartz4 reicht vollkommen aus, denn es wurde an den Niedriglöhnen bemessen, die viele in diesem Land bekommen, das heißt ein Hartzler ist auf dem Gehaltsniveau von ich schätze mal vielen Handwerkern, die sich jeden verdammt Tag den Rücken krumm buckeln. Wo ist das Problem?

Der Regelsatz für Kinder sollte gekürzt werden, weil Kinder zusätzlich die Kosten für Vereine, Museen und ein warmes Mittagessen bekommen/ \"erstattet\" bekommen. Laut N24 ging es um 4 € die da gekürzt werden sollten, wurde aber nicht mal, also keine Diskussionsgrundlage.

Weisst du es ist vieles umsonst in Deutschland, Bildung und vielerlei Kultur, Natur und viele beispw. diakonische Einrichtungen bieten Freizeitaktivitäten für \"lau\" an ... nur sehr wenige nutzen dieses Angebot und jammern lieber auf extrem hohen Niveau!

2 Beispiele in eigener Sache:

1. Jeder Hartzler könnte umsonst Schulabschlüsse nachholen, um später besser wieder ins Arbeitsleben integriert zu werden ... aber in meiner Klasse im Abendgymnasium sitzen nur Menschen die entweder Teilzeit oder Vollzeit arbeiten gehen, alleinerziehende Mamis, die wenn sie um 18 Uhr Schulbeginn haben, bereits seit 12 Stunden auf den Beinen sind. Alle diese Menschen haben ein Ziel und leben meist unter dem Existensminimum und haben am Ende des Monats weniger zur Verfügung als ein Hartz4 Empfänger! Das finde ICH unfair!

2. Eine Freundin arbeitet in der ambulanten Pflege (Vollzeit), 2 Kinder, sie reisst sich den Ar*** auf, jeden Tag ... dafür dass sie am Ende des Monats genauso viel hat wie ein Hartz4 Empfänger!

Fair? Wohl nicht! ... Wenn sie morgens um 5 Uhr das Haus verlässt drehen sich viele Hartzler gerade das erste Mal um!


Hartz4 ist eine Grundsicherung und soll zum Arbeiten motivieren, denn nun mal ehrlich viele finden es ok mit Hartz4, man muss nur mal ASI TV einschalten

Nein, ich verallgemeinere nicht, Menschen die aus gesundheitlichen Gründen auf Hartz4 angewiesen sind, oder weil sie als Mami keinen Job finden, mit denen fühle ich mit! An alle anderen meine \"Message\":

Bildung ist umsonst, bildet euch weiter, geht zur Schule, macht ehrenamtliche Praktika -> vielleicht findet ihr dann einen Job (bei dem ihr für all das was ihr jetzt bekommt arbeiten müsst!).


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sammy-jo
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Verfasst: 27.09.10, 12:41 Uhr


Naja es gibt aber auch etliche Leute die Alg2 bekommen und nicht arbeitslos sind.
Die,die ergänzendes Alg2 bekommen weil ihr Lohn nicht reicht.
Und die zählen dann nicht als arbeitslos und bekomen aber Alg2

Aber eins stimmt hier nicht.

ich arbeite in der Pflege als Altenpflegerin.

Deine Freundin bekommt genauso viel wie ein Hartz4 Empfänger?

Hm ein hartz 4 Empfänger bekommt mit Miete an die 600-700 €

ich bekomme für teilzeit schon netto 1300€,also da stimmt was nicht.


Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.09.10, 12:45 Uhr

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Verfasst: 27.09.10, 13:17 Uhr


@ Sammy:

Normalerweise will ich deine Beiträge ja überlesen, aber

1. Ja, sie arbeitet in der "ambulanten" Pflege und sie verdient ungefähr genauso viel wie du, jedoch hat sie nach Abzug aller Fixkosten ca. 500 € (Fixkosten: Miete, Auto, Telefon, Versicherungen) zum Leben. Für ihre 2 Kinder und sie selbst.

Hartz4 Empfänger bekommen da mehr, muss man ja nur ausrechnen!

- Wenn man in deiner Region Teilzeit 1300€ verdient, dann wohnst du scheinbar in einer Gegend in dem super Löhne gezahlt werden, das bekommt man nämlich nicht mal in München für einen Teilzeit Job. -


P.S.: Die die Hartz4 als Ausgleichzahlung erhalten sind hier ja nicht gemeint, denn sie erhalten ja nur eine Aufstockung und nicht nicht das gesamte Hartz4 und stellen somit einen Sonderfall da.


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plaui2
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Verfasst: 27.09.10, 14:48 Uhr


Genau DAS war mir klar.

Es ging mir nicht darum, den H4 Streit erneut aufbranden zu lassen.
Es geht mir vornehmlich darum, das Leute, die bereits am Boden liegen, weiter mit Füßen getreten werden können/dürfen, während sich Leute, die sich ohnehin an der Sonnenseite erfreuen dürfen, weiterhin vom Staat (dem offenbar für unsere Zukunft, die Kinder, jeder Cent zuviel ist) mit Millionenbeträgen hofiert werden.
Da Streuben sich mir alle Nackenhaare meines Gerechtigkeitssinns.

Und das eigentlich weitaus größere Problem ist, das man die Bonuszahlungen an die \\\\\\\"Pleitebankler\\\\\\\" offenbar kommentarlos hinnimmt, während man gegen eine 5€ Erhöhung der Grundsicherung der Existenz vehement pro testiert (sorry, wollte hier keinen Smilie haben) und diskutiert.
Genau so schafft man (Vater Staat) sich nämlich mehrere Probleme mit einem Mal vom Hals.


Übrigens
Wer oder was entscheidet eigentlich, wer ein guter und wer ein schlechter Hartzler ist? Die Anzahl der abgelehnten Bewerbungen? Die Anzahl der leeren Bierflaschen im Flur? Die Anzahl der Kinder? Die Größe/Kleine der benutzten Wohnung?

Fragen über Fragen..........


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anonym
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Verfasst: 27.09.10, 15:30 Uhr


plaui2 schrieb:

Es geht mir vornehmlich darum, das Leute, die bereits am Boden liegen, weiter mit Füßen getreten werden können/dürfen, während sich Leute, die sich ohnehin an der Sonnenseite erfreuen dürfen, weiterhin vom Staat (dem offenbar für unsere Zukunft, die Kinder, jeder Cent zuviel ist) mit Millionenbeträgen hofiert werden.

Und das eigentlich weitaus größere Problem ist, das man die Bonuszahlungen an die \\\\\\\"Pleitebankler\\\\\\\" offenbar kommentarlos hinnimmt, während man gegen eine 5€ Erhöhung der Grundsicherung der Existenz vehement pro testiert (sorry, wollte hier keinen Smilie haben) und diskutiert.Genau so schafft man (Vater Staat) sich nämlich mehrere Probleme mit einem Mal vom Hals.


ÜbrigensWer oder was entscheidet eigentlich, wer ein guter und wer ein schlechter Hartzler ist? Die Anzahl der abgelehnten Bewerbungen? Die Anzahl der leeren Bierflaschen im Flur? Die Anzahl der Kinder? Die Größe/Kleine der benutzten Wohnung?

Fragen über Fragen..........




Meinst du eine Steigerung des Hartz4 Satzes führt dazu, dass die Millionen Zahlen an "Hinz und Kunz" eingestellt werden?! ... Oder warum führst du das an? ... Das Eine hat mit dem Anderen leider nichts zu tun -> ich kann aber deinen Unmut sehr gut verstehen!

Auch das mit den Bänkern ist ärgerlich, aber vom normalen Volk nicht änderbar, wir entscheiden halt nur wer regiert und dann müssen wir uns damit abfinden wie sie es tun (jeder der gewählt hat - CDU/FDP - trägt ein Stück Mitverantwortung!).


Schlechter Hartzler?! Für mich ist die Antwort einfach: Ein schlechter Hartzler ist derjenige, der jung/im besten Alter ist, gesund und einigermassen gebildet und sich dann weigert zu arbeiten ("1 € Job, das mache ich nicht ..." - ... lieber sitze ich zu Hause auf dem Sofa und saufe!) ... das ist für MICH ein schlechter Hartzler. Noch ein Beispiel: Ein alleinstehender Mann, der sich weigert für einen Job umzuziehen und lieber in einem Kaff hocken bleibt wo es keine Jobs gibt und dann jammert, dass er keine Arbeit findet.

... Ich kann nicht aufhören es zu betonen, aber es ist nun mal so: Wer will (und kann gesundheitlich) findet eine Arbeit! Vielleicht nicht vor seiner Tür, aber dann muss sich dieser jemand nicht mehr mit Hartz4 rumschlagen


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sammy-jo
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Verfasst: 27.09.10, 18:13 Uhr


Altenpflege wird immer tariflich bezahlt,aber was ein Unterscheid ist,ob der Träger kirchlich ist. Da bekommt man mehr.

Deine Freundin erhält aber auch noch Kindergeld und kann Wohngeld und KIndergeldzuschlag bekommen. Nur mal nebenbei.

Aber ich muss hexi recht geben,jemand der wirklich arbeiten will,der bekommt auch nen Job.

ich wohne auf dem land aber hier werden Immer Putzkräfte usw gesucht


Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.09.10, 18:15 Uhr

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1766 Beiträge
Verfasst: 29.09.10, 23:07 Uhr


hä wer will schon putzen gehen?
also echt mal - ihr seid wieder ein völkchen...

das prob liegt doch schon in der berechnung von h4. die genauen %-zahlen hab ich nu nicht im kopf - aber eigentlich sollten h4ler soviel bekommen wie 20% der unterschicht? - welch geiles wort...
das sind aber keine 20 sondern nur 10 bzw 15% . fraglich ob das so korrekt ist oder nicht. muss ich bei der berechnung von h4 die aussgaben von h4lern miteinberechnen oder nicht?

sind 5€ viel - ne sind se net - in der summe bei 6,5 mille h4lern ist das aber ne menge geld das rausgeschmissen wird. zudem bekommen kinder die nachhilfe bezahlt - aber nur wenn sie nicht dafür dient, aufs gymi zu gehen - sehr sinnvoll... andererseits wisst ihr wie teuer professioneller nachhilfeunterricht ist? das is doch total bescheuert - wir haben früher sowas auch net bekommen - wir haben uns privat leutz gesucht die uns geholfen haben...

wenn h4ler was ändern wollen würden, müssten sie ihren arsch aufheben - es gibt genügend petitionen die untergehen weil sich keine sau dafür interessiert - und ein streik? haha - dafür ordert man sich doch lieber studenten die sowas für einen unternehmen ...


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plaui2
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Verfasst: 30.09.10, 01:22 Uhr


@xHexix

Stell dir vor, du wärest weniger gut situiert. Würdest du selber deine Familie verlassen, um in Hamburg nen Job anzunehmen?

Nochmal, mein Problem an und für sich sind nicht die H4 Empfänger, sondern das, was aus ihnen gemacht wird oder gemacht werden soll.
Es sind nun mal die unterste Schicht. Ohne Geld, ohne Lobby, ohne Perspektive.
Aber mit weitaus besserem Potential, als sich manche träumen lassen.

Wie gesagt, ich rege mich darüber auf, das bei 640Mio vom Staat sich jeder aufregt, bei 187Mrd nicht einer.....
Es wird eben einfach so hingenommen. Stichwort: Hauptsache Tritt nach unten.


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Arkeo
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Verfasst: 30.09.10, 02:25 Uhr


@ Plaui2:

Wenn Du so klar erkennst, woran es hapert - Geld, Lobby, Perspektiven - hast Du sicher auch konkrete Vorschläge und Ideen, wie eine gerechtere Gesellschaft und Verhältnisse aussehen müßten und zu erreichen wären?


Niemand behauptet, daß es ideal ist, wenn die Familie an einem Ort wohnt und das Arbeitsleben hunderte oder tausende Kilometer von dort entfernt stattfindet. ABER ... Millionen Arbeitnehmer, Angestellte, Selbstständige etc. pp. in allen möglichen Branchen und Sparten führen so ein Leben - und das auch in Nichtreiseberufen nicht erst seit gestern!

Also fragt man sich schon, warum berufliche Sachzwänge (Ortswechsel), die von den einen freiwillig oder gezwungenermaßen in Kauf genommen werden, für manche Leute ohne speziellen Grund - z.B. Pflegefall in der Familie - grundsätzlich als unzumutbar und scheinbar auch als entwürdigend betrachtet werden?


anonym
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542 Beiträge
Verfasst: 30.09.10, 11:34 Uhr


plaui2 schrieb:
@xHexix

Stell dir vor, du wärest weniger gut situiert. Würdest du selber deine Familie verlassen, um in Hamburg nen Job anzunehmen?

Nochmal, mein Problem an und für sich sind nicht die H4 Empfänger, sondern das, was aus ihnen gemacht wird oder gemacht werden soll.
Es sind nun mal die unterste Schicht. Ohne Geld, ohne Lobby, ohne Perspektive.
Aber mit weitaus besserem Potential, als sich manche träumen lassen.

Wie gesagt, ich rege mich darüber auf, das bei 640Mio vom Staat sich jeder aufregt, bei 187Mrd nicht einer.....
Es wird eben einfach so hingenommen. Stichwort: Hauptsache Tritt nach unten.




1. Bin ich gut situiert? Haben wir schon mal Kaffee getrunken und gemeinsam meine Kontoauszüge studiert? ... Eher nicht ... also erlaube dir bitte kein persönliches Urteil über meine Situation, danke!

2. Ja, ich würde überall hinziehen und jeden verdammten Job annehmen um meine Familie zu ernähren und noch was: Mein Umfeld würde mich dabei unterstützen! Ich würde meine Familie: Mann und Kind! mitnehmen, Freunde und andere Familienmitglieder wären doch eher stolz und würden mich ermutigen ... als zu sehen wie ich von Hartz4 lebe! ... aber auch da kommt es auf das Umfeld an, wenn es stark Hartz4 geprägt ist wird man mit diesen Menschen dann wohl eher der Meinung sein sowas nicht tun zu müssen!

Mein Leben lebenswert zu machen liegt in meiner Hand, wenn ich Arbeit will dann gehe ich dahin wo die Arbeit ist und warte sicher nicht bis sie bei mir an die Tür klopft. Jeder Mensch trägt die Verantwortung für sich und sein Leben, nimmt er diese nicht im vollem Umfang wahr, dann sollte er auch nicht jammern.

Wenn ein Wohnortwechsel dazu führt nicht mehr vom Staat abhängig zu sein, dann sollte es Grund genug sein den Hintern zu bewegen!

3. Tritt nach unten?! Es wurden 5€ MEHR bewilligt und spezielle Pakete für Kinder angeboten, ... dass es Menschen gibt die mehr haben als der Durchschnitt wird immer so sein, wenn es einem nicht passt sollte man selbst etwas tun und nicht jammern. Gestern bei Jauch sass ein Familienvater, mit 7 Kindern, der jeden Tag 12 Stunden arbeitet, hart und körperlich, um mit seiner Familie auf Hartz4 Niveau zu leben und sagt er geht lieber arbeiten als dasselbe Geld vom Staat zu bekommen. So ein Mann hat meinen Respekt.

Ein Hartzer der gesund und fit ist und sich weigert für einen Job umzuziehen oder einen 1 € Job anzunehmen und überhaupt zu arbeiten sollte dazu verpflichtet werden, dafür dass er etwas aus der sozialen Kasse nimmt sich auch wieder sozial in der Gesellschaft einzubringen, anstatt 365 Tage im Jahr Urlaub zu haben!

******

"Wenn du mal was werden möchtest, wenn du was erreichen willst, dann wach lieber auf und spitz' deine Ohren!"

Das hat meine Schwiegermutter mal zu mir gesagt und sie hat Recht, vom herum liegen/sitzen und anderen die Schuld geben wird man nicht reicher und klüger!


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soulsurviver
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ich kann mir schlecht vorstellen, das mangelnde mobilität bei hartz4-empfängern der entscheidende grund sein soll...natürlich gibt es sicherlich viele, die einen ortswechsel in kauf nehmen, andere weniger...
wo sind denn in deutschland die blühenden landschaften??? stuttgart, münchen, frankfurt??? und gibt es da keine hartz4-empfänger???


Signatur entweder oder aber...irgendwie und sowieso
anonym
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Ich suche gerade für eine Bekannte im net eine Stelle als Bürokraft. Egal was es ist, sie will sich überall bewerben.
Nur was mir auffällt, von 10 Stellen werden mindestens 5 mit befristeten Verträgen angeboten.
Da meine Frage. Wer will und kann schon für befristete Arbeit einen Umzug in Kauf nehmen?
Alles umkrempeln (Freunde, Kinder, Verwandte, Wohnung, Haus usw), um nur für ein halbes Jahr oder einer eventuellen Verlängerung von noch einem halben Jahr Arbeit zu haben?
Was ist danach? Wieder umziehen?
Wie oft kam es auch schon vor, das man die Probezeit nicht übersteht, nicht weil man für die Stelle ungeeignet war. Nein, weil die Firma mal wieder aus *Kostengründen* die Stelle nicht länger besetzen will und lieber abwartet wie die Marktlage sich entwickelt und dann wieder eine neue Stellenausschreibung schaltet. Befristet natürlich
Als Arbeitnehmer ist man ein Hampelmann der Marktwirtschaft. Man kann hampeln wie man will, die Angst vor Arbeitslosigkeit sitzt einem immer im Nacken. Planen (Häuschen bauen, Familie gründen) kann man schon seit ewigen Jahren nicht mehr.

Mal auf H4 zurück
Soviel ich weiß, bekommt man als H4 nicht den ganzen Umzug bezahlt. Für Helfer soll es nur 50 Euro geben. Renovierungskosten muss man selber tragen und benötigt man noch ein Möbelstück, muss man beim Amt auf Knien rutschen. Leider gibt es bei Zuteilungen von Hilfen (ob zinsloses Darlehn, Umzugshilfen usw) so unterschiedliche Bearbeitungen bei den Ämtern und sogar einzelnen Mitarbeitern, das sich einem die Haare streuben. Sich da durch zusetzen ist auch nicht jedem gegeben.
Einem H4 Empfänger kann so ein Umzug zu einem echten Problem werden, wenn nicht sogar zu einem finanzielles Debakel.
Also würde ich mal nicht zu schnell behaupten, zieht doch wegen Arbeit um.


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anonym
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fensterle hat recht, wer will denn schon umziehen oder kann es sich leisten.
Denn viele die jetzt in h4 rutschen haben sich was aufgebaut - haus familie & Co. und wer zieht da schon weg wegen nem befristeten vertrag, wenn ich dann noch nach 3 monaten gekündigt werden kann... wegen probezeit - das rendiert sich net

und was die kosten für neue wohnung angeht - bin ich mir nicht so sicher, ob das so "schwer" ist - wer in diversen h4 foren rumschnüffelt findet immer "beantragen - wird gewilligt" - erstaustattung & co.

es stellt sich halt die frage was is ok und was is doof... wenn ich ausziehe zahlt mir auch keiner ne wohnung, und meine restlichen versicherungen muss ich auch zahlen... ohne dass mich wer sponsort...


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