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Übersicht - Allgemein - Politik & Gesellschaft - Das alte/neue Problem?
AutorNachricht
Arkeo
männlich  54 Jahre
Moderator
1436 Beiträge
Verfasst: 01.10.10, 06:04 Uhr


@ Window:

Mir scheint es eher eine Frage des Wollens als des Könnens zu sein. Wenn ein befristeter Vertrag bedeutet, seinen Aufenthaltsort während der Woche zu verlagern und zum Wochenendheimfahrer zu werden, ist das eben nicht zu ändern und der Situation, keine Arbeit zu haben, bei weitem vorzuziehen.

Wenn ein befristeter Vertrag bedeutet, mit Sack und Pack, Kind und Kegel umziehen zu müssen, ist das sicher wesentlich schwieriger zu bewerkstelligen, aber da wird man sich dann entscheiden müssen, was einem lieber ist - Arbeit oder keine Arbeit - oder womit man sich besser stellt - Umzug oder nicht.

Ich teile nicht unbedingt Hexis harschere Einstellungen zum Thema H4-Bezieher, aber in einigen Punkten hat sie völlig recht. Wenn die Familie mitspielt, ist Umziehen aus beruflichen Gründen kein Problem. Freunde, Verwandte und vertrautes Umfeld verlassen zu müssen, ist in meinen Augen kein schlagkräftiges Argument, das gegen die Annahme einer Arbeitsstelle anderswo spricht und sei es "nur" aufgrund eines befristeten Vertrags. Na und? In etlichen Berufssparten stellen befristete Arbeitsverträge seit Jahrzehnten die Regel und nicht die Ausnahme dar und solche Verträge allein hindern diejenigen, die darauf angewiesen sind, nicht an einer Lebensplanung.

Ich denke, daß viele Leute sich einfach noch zu sehr an liebgewonnene Idealvorstellungen vom Arbeitsplatz auf Lebenszeit im Zehn-Kilometer-Radius um den angestammten Geburts- oder Wohnort klammern und es die Befürchtung ist, durch einen Umzug aller Wurzeln verlustig zu gehen, die sie daran hindert, umzudenken und sich auf andere Arbeitsplatzkonzepte einzustellen oder einen Umzug auch nur ins Auge zu fassen. Doch das wird ihnen früher oder später wohl nicht erspart bleiben.

Das gesamte Hartz-4-Konzept ist eine ziemlich verfehlte Angelegenheit, weil es Menschen, die einst in Lohn und Arbeit standen, aber ihre Arbeit verloren haben, mit Menschen auf dieselbe Stufe stellt, die nicht arbeiten können oder wollen und von staatlicher Fürsorge abhängig sind. Eine Rückkehr zur Praxis der alten Regelung und entsprechender Sortierung wäre aus psychologischen Gründen wünschenswert, aber damit löst sich nicht die Grundproblematik, daß es nicht genügend Arbeitsplätze für alle gibt, aber alle irgendwie versorgt werden müssen.


sammy-jo
weiblich  39 Jahre
» Area Gott
6204 Beiträge
Verfasst: 01.10.10, 10:29 Uhr


Ich würde mit meinen Kindern nicht umziehen für nen JOb,wenn ich alleine wäre ja aber nicht mit Kindern. meine Tochter würde ich niemals aus ihrer Umgebung von Freunden und Familie rauszerren.

Und ich würde auch putzen,denn das tue ich weiß nicht was gegen putzen immer gesagt wird.
Arbeite in der pflege und nebenbei putze ich privat bei alten leuten.


Signatur Menschen, an denen nichts auszusetzen ist, haben nur einen Fehler: Sie sind uninteressant
zickenmama
weiblich  47 Jahre
» Beobachter
4 Beiträge
Verfasst: 25.10.10, 12:18 Uhr


Na hier ist ja die mega Diskussion schon im Gange, aber irgendwo fehlt mir bei den Leuten die so über die ALG2 Empfänger schimpfen ein Satz, nämlich dieser, das selbst bei diesen ganzen EMpfängern auch 2 Schichten gibt.
Einmal die, die absolut kein Bock haben überhaupt einen Finger krumm zu machen und auf Vater Staats Kosten leben.
Und dann die, die unverschuldet leider in diese Abteilung reingerutscht sind.
Ich bin seit 10 Jahren eine alleinerziehende Mama von 3 Kindern,ich war bis vor 10 Jahren selbsständige Unternehmerin und leider durch jetzt Exmann und andere Umstände(schlechte Umsätze, zu hohe Unkosten, die ständig steigen usw) mit unter auch vom ALG2 abhängig. Ich gehe arbeiten, würde auch noch mehr arbeiten, aber gesundheitlich ist da leider auch irgendwann mal Ende angesagt und da der Vater meiner Kids seinen Unterhaltspflichten nicht nachkommt, haben wir mit meinem Lohn und dem Kindergeld leider zu wenig um über die Runden zu kommen.
Was hier geschrieben wurde, das man auch einen Umzug in Kauf nehmen sollte um einen besseren Job, alles schön und gut.Aber da befürworte ich meine Vorrednern, das ich es meinen Lütten nicht wieder antun würde, sie aus ihrem nun gewohnten Umfeld wieder rauszureißen.
Wir sind schon mehrmals umgezogen und jedesmal hatten meine Kids mega Probleme damit...sie haben auch ein Anrecht auf ein geregeltes Leben und Umfeld.
Dazu mußte ich leider feststellen, das Arbeitgeber heutzutage noch immer diese dusselige EInstellung haben* alleinerziehende Mutter, dazu noch von 3 Kindern, geht garnicht...sie fällt ja dauernd aus, wenn die Lütten krank sind usw*
dann spielt leider das Alter noch ne große Rolle, Mann/Frau ist ja mit 40 schon kurz vom ableben oder so *kopfschüttel*
Ich denke man sollte an vielen Ecken und Kanten arbeiten was den ALG2 Empfängern angeht und nicht immer alle über einen Kamm scheren.
Ich bin ganz bestimmt kein staatlicher Schmarotzer..ich zahle genauso wie alle anderen meine Steuern und dennoch muss ich ein bissel Staat mit nutzen, bin ich deshalb nun ein schlechter Mensch??
Ich finde wenn dann sollte denen mal an die Karre gepinkelt werden, die ihre ALG Gelder in Spirituosen und sonstige Suchtprodukte umsetzen und dann noch zusätzlich mit Ihren Schildchen vor den Kaufhäusern betteln *wie war das mit Schwarzarbeit??wir würden einen auf den Deckel bekommen, sie dürfen das??*...diese können auch malochen...Herbst Laub fegen...Winter Schnee schieben, damit sie mal merken wie hart es ist sich heutzutage Geld zu verdienen.
Da sollte dann auch der Staat mal besser hingucken, anstatt zu diskutieren wieviel gekürzt oder erhöht wird.
Ich denke das der normale Regelsatz vollkommen ausreicht, wie eben shcon gesagt wurde, er wurde den Niedriglöhnen angepasst.

plaui2
männlich  46 Jahre
» Area Gott
337 Beiträge
Verfasst: 26.10.10, 01:01 Uhr


Mein Problem ist ein ganz anderes.
Der H/IV soll sich jetzt aus einer Mischung aus Inflationsrate und Lohnentwicklung zusammensetzen. Klar, kein Thema, kein Problem...... oder so.
Wer bitte kann mir ein Rezept mit DVD Player als Hauptgericht nennen? Denn elektrische/elektronische Artikel zählen ebeso zur Inflationsrate. Und die kaufen H4Empfänger zu Hauf, lässt es sich doch damit gut und gründlich satt werden.....
Lebensmittelpreise werden ständig erhöht, aber die Regierung nimmt die Inflationsrate..... bei der auch TV, Pc, Waschmaschinen, Reisen, und sonstiger Krimskrams eingewertet werden.

So weit weg ist Frankreich nicht mehr.


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