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Übersicht - Allgemein - Politik & Gesellschaft - Wikileaks: Erleuchtung oder ernsthafte Katastrophe
AutorNachricht
luckyfreddy
männlich  31 Jahre
» Area Einwohner
99 Beiträge
Verfasst: 30.11.10, 19:50 Uhr


Sicher habt ihr die Berichte über die Wikileaks-Veröffentlichungen die letzten Tage wieder miterlebt. Diese gab es damals zwar schon zu den Afghanistan-Einsätzen - oder eben "Krieg", jenachdem wie man es betiteln möchte, allerdings hatten diese damals eher für nur geringeres Aufsehen gesorgt, bzw. wurden hier eher todgeschwiegen.

Nun verspricht Wikileaks mit geheimen Akten aus Diplomatenkreisen eine Welle der "Erleuchtung" auszudrücken. Gleichzeitig wird auf der anderen Seite von einer ernsthaften Gefahr gesprochen. Angesichts einiger Auszüge, bei der angeblich Saudi Arabien die USA bereits darum gebeten haben soll, die Atomanlagen des Irans zu bombadieren, dürfte die Brisanz in der Tat erkennbar werden.

Gleichzeitig kündigt Wikileaks bereits einen "großen Brocken" bzgl. US-Großbanken an und verunsichert darüber hinaus weiterhin damit, dass keine Information mehr wirklich sicher ist.

Jetzt muss man bedenken, dass man im Zeitalter von Facebook und co. lebt und die Welt sich verändert hat. Das ganze erinnert mich ein bisschen an den Trailer vom Film "8. Wonderland" (siehe YouTube, sofern ihr den noch nicht kennt). Dort geht es darum, dass online eine Art virtueller Staat entsteht, der auch zur realen Gefahr wird und zum Schluss eine Macht haben soll, die den richtigen Staaten das "mal eben so Abschalten der Webpräsenz" nicht ermöglicht. Nun schreien einige (US-)Politiker schon, dass die Seite ganz schnell vom Netz muss. Paralellen sind also durchaus vorhanden.

Wie steht ihr dazu? Sehr ihr in Wikileaks eine "neue freiere Welt", oder eher einen neuen Grundstein für potenzielle Kriege oder katastrophen? Denn bereits jetzt wird gemunkelt, ob die Wikileaks-Enthüllungen bzgl. der US-Banken nicht eine weitere Bankenkriese auslösen könnten. Die Ausmaße einer Bankenkriese hatten wir ja gerade erst gespürt.

Daher ganz schlicht: Große Gefahr oder positive neue Möglichkeiten?

Dann lasst mal hören...


Signatur Ich bleib hier - genieß die Zeit hier,
und wenn Gott es so will, bring ich's noch weit hier...
hasi1302
männlich  57 Jahre
» Frischling
3 Beiträge
Verfasst: 02.12.10, 23:36 Uhr


ich sehe darin eher positive möglichkeiten,denn es zeigt,das sie nicht alle fäden in der hand halten können,das zeigt wiederum wie wissen oder unwissen verwaltet werden kann,desswegen finde ich die veröffentlichung gut und wichtig!
ford
männlich  51 Jahre
» Frischling
1 Beiträge
Verfasst: 07.12.10, 15:03 Uhr


Wikileaks kehrt den Überwachungsstaat einfach mal um. Ich liebe das Internet. Sicher kann die Veröffentlichung einiger Informationen Schaden anrichten, ebenso aber die Nichtveröffentlichung. Vielleicht wird ein Bankenskandal durch frühzeitige Aufdeckung ja noch verhindert.
anonym
männlich  58 Jahre
» Area Gott
4770 Beiträge
Verfasst: 13.12.10, 20:28 Uhr


Wenn WIKILEAKS mit gewissen Informationen vorsichtiger umgeht so wäre es begrüssenswert, allerdings halte ich Informationen wie z.B. die Veröffentlichung von lohnenden Terrorzielen in EUropa nicht gerade als gute Sache. Al-Qaida braucht nur mehr nachlesen wo sie am besten zuschlagen.

Wenn das die grosse Revolution sein soll ? NEIN DANKE !


Signatur Ich bin wie ich bin - und wem es nicht passt der soll mich gernhaben Im übrigen gilt: "Wer will, findet einen Weg - Wer nicht will, findet einen Grund" "Made in Austria" eben
Arkeo
männlich  54 Jahre
Moderator
1436 Beiträge
Verfasst: 14.12.10, 09:19 Uhr


@ LF:

Man kann ja mal so tun als ob und einen riesigen Luftballon aufblasen - vielleicht tun einem die Medien und die Politik den Gefallen, nehmen die Luftnummer ernst, werten sie dadurch auf und machen so kräftig Werbung für die angeblichen "Erleuchter". Gemunkel, Geraune, Gerüchte um angeblich weltumwälzende Enthüllungen sind zunächst einmal nur ein guter, alter PR-Trick, heiße Luft zu ventilieren und aus Nichts viel zu machen. Wikileaks erinnert verdächtig an den "Zauberer von Oz" - das kleine, unscheinbare Männchen mit der piepsigen Stimme, das sich Kniffe und Tricks bedient, um für einen mächtigen Magier gehalten zu werden.

Wikipedia hat zum Ziel, mit Hilfe tausender, freier Autoren ein Gesamtkompendium des Weltwissens zusammenzustellen - das ambitionierteste Unterfangen seit dem OED. Wikipedia hat eine Redaktion, die auf Sachlichkeit achtet und sich bemüht, inhaltliche Fehler zu korrigieren und Polemik tunlichst zu vermeiden. Nicht so jedoch Wikileaks. Wikileaks nimmt in seinem Namen ganz bewußt Bezug auf den Nimbus von Wikipedia, um zu suggerieren, gleichermaßen sorgfältig und kritisch mit Quellen umzugehen und sich sachlicher Darstellung anstelle von Stimmungsmache verpflichtet zu fühlen.

Doch das Auftreten und Gebaren der Betreiber von Wikileaks erinnert mehr an die Rhetorik von Marktschreiern, Quacksalbern und Sektengurus. Sollte uns das nicht ein klein wenig mißtrauisch machen, was Inhalt, Bedeutung und Wert der ach so geheimen Indiskretionen angeht? Oder uns zumindest daran erinnern, daß gezielte Indiskretionen ein uraltes Manipulationsinstrument aus dem Schatzkästlein der Politik sind. Und nicht nur der Politik...

Wer nüchtern und sachlich informieren will, braucht keine "Erleuchtung" zu versprechen und keine bedrohlichen "Brocken" an die Wand zu malen, sondern überzeugt mit Sachlichkeit und Informationen, die unabhängig nachprüfbar sind.

Wikileaks möchte uns das persönliche Credo seiner Macher verkaufen, daß keine Information mehr sicher ist, doch vergißt Wikileaks dabei eins - wenn wirklich keine Information mehr sicher ist, wenn jede Information manipuliert werden kann, dann gilt das auch für die Glaubwürdigkeit aller Informationen und Indiskretionen, die Wikileaks herumposaunt. Womit sich die angebliche Bedeutung von Wikileaks als "Erleuchter" wohl etwas relativieren dürfte. Sollte man jedenfalls meinen.

Mal abgesehen von der alten Binsenweisheit, daß ein Geheimnis bereits aufhört, ein Geheimnis zu sein, wenn mehr als eine Person davon weiß und es insofern keineswegs eine Neuheit der Weltgeschichte ist, daß jedes Geheimnis früher oder später allgemein und global publik wird. Heute nur ein bißchen schneller als vor 500 Jahren - daran wird man sich wohl gewöhnen müssen.

Die Selbstbeweihräucherung und das Auftreten von Wikileaks sollten uns jedoch nicht blind dafür machen, daß Wikileaks sich nicht damit begnügt, Indiskretionen weiterzuleiten und preiszugeben, sondern diese Informationen schon vorab massiv gewichtet, kommentiert und bewertet, wodurch sie in erster Linie nichts weiter als Interpretationen sind. Anstatt über Katastrophe und Chancen zu spekulieren, sollte vielleicht besser mal darüber nachgedacht werden, ob diese Veröffentlichungen tatsächlich der öffentlichen Aufklärung dienen sollen oder doch nur billiger Stimmungs- und Panikmache oder gar nur ein Geschäftstrick sind, um den Börsenwert von Wikileaks zu pushen?

Es ist richtig, daß wir in einer Welt der je nach Standpunkt und Betrachtungswinkel veränderbaren Wahrheiten leben, die manchmal Sprengkraft entfalten, bevor sich herausstellen kann, daß es sich nur um hysterisches Gemunkel unbekannter Provenienz handelt, das irgendjemand, um sich in Szene zu setzen, zum Hype hochstilisiert hat. Wir leben in einer Welt, in der viel zu schnell viel zu viele Informationen auf uns einstürmen, was es manchmal schwierig macht, sie zu sortieren, nachzuprüfen und gegeneinander abzuwägen und eine eigenständige Meinung dazu zu entwickeln.

Doch gerade weil das so ist, sollten wir uns, anstatt immer gleich in Panik auf die nächste Palme zu klettern oder Zeter und Mordio zu schreien, vielleicht öfter als bisher an eine uralte Zeitungswahrheit erinnern, die auch in modernen Zeiten nach wie vor Gültigkeit besitzt = in die Schlagzeilen von heute wickelt man morgen Fische ein...



olli47
männlich  23 Jahre
» Frischling
1 Beiträge
Verfasst: 20.12.10, 20:11 Uhr


Wikileaks vertritt weder eine Meinung, noch eine Religion und nimmt auch keine Bewertungen vor, es deckt auf. Also ist Wikileaks nicht das Problem, sondern das was Veborgen werden soll.
Wikileaks ist erst der Anfang einer Plattform, die der manipulierten Masse eine neue Macht verleiht, die bisher (zumindest nach westlichem Verständnis) die Presse als Demokratie Polizei innehatte.

Die Umkehr der Überwachung einer Masse zum persönlichen Zweck kleiner Interessengruppen, hin zur Überwachung der Mächtigen durch die Massen könnte die gesellschaftliche Struktur dramatisch verändern.

Problem dabei ist, daß die Dummheit der Menschen mit seiner Masse zunimmt und somit die große Chance auf echte Veränderungen von wenigen intelligenten aber machthungrigen Leuten vereitelt wird....schade


Signatur ÄÄhem...?
plaui2
männlich  46 Jahre
» Area Gott
337 Beiträge
Verfasst: 30.12.10, 00:46 Uhr


@arkeo




Sorry, auch wenn ich dafür gefeuert werde.

Wikileaks sind Journalisten, denen geheime Dokumente zugespielt wurden. Es gibt in Großbritannien, Schweden und den USA (den augenscheinlich involvierten Staaten) die Meinungsfreiheit und vor allem die INFORMATIONSFREIHEIT!
Wikileaks veröffentlicht diese Dokumente ohne eigene Wertung.
Die Dokumente, die Wikileaks veröffentlicht, bereiten den Gerichten der USA zumindest soviel Sorge, als das sie einen Prozess wegen Hochverrats gegen Julien Assange anstreben, deswegen auch über den Umweg Schweden.

Es scheint, das du ein Staatsdiener höherer Form bist. Du hast bis jetzt prinzipiell die Meinung des/unseres(?) Staates vertreten. Deswegen halte ich dich für befangen.


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anonym
männlich  58 Jahre
» Area Gott
4770 Beiträge
Verfasst: 13.01.11, 14:38 Uhr


Die Frage die ich mir stelle ist, ob das alles wahr ist oder wieder eine Art von Manipulation. Komisch, das man so leicht \"Geheimpapiere\" in die Hand bekommt.

Signatur Ich bin wie ich bin - und wem es nicht passt der soll mich gernhaben Im übrigen gilt: "Wer will, findet einen Weg - Wer nicht will, findet einen Grund" "Made in Austria" eben
plaui2
männlich  46 Jahre
» Area Gott
337 Beiträge
Verfasst: 15.01.11, 02:12 Uhr


vip2110 schrieb:
Die Frage die ich mir stelle ist, ob das alles wahr ist oder wieder eine Art von Manipulation. Komisch, das man so leicht \"Geheimpapiere\" in die Hand bekommt.

Nein, natürlich ist das alles frei erfunden. Bei den Gebrüdern Grimm abgelesen. Der Vorwurf aus den USA heißt ja auch nur Hochverrat an den guten alten Märchenbrüdern. Deswegen droht ja Julian Assange auch die Todesstrafe, sollte er an die Staaten ausgeliefert werden.
Assange hat sicher seine Quellen, eine davon (Ex-Marine) wird bereits des Hochverrats bezichtigt und steht kurz vor dem Prozess.
Vermutlich lebenslange Haftstrafe.


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